Durchquerung der Insel auf dem GR R2

Piton de la Fournaise

Der Piton de la Fournaise ist einer der aktivsten Vulkane der Welt. In schöner Regelmäßigkeit schickt er immer wieder Lavaströme von seinen Hängen zur Ostküste hinab. In der Regel richtet die Naturgewalt nur geringe Schäden an. Lediglich die Küstenstraße wird dann häufig beschädigt und führt so teilweise durch eine schwarze Mondlandschaft aus Lava.

Bei unserer Busfahrt in Richtung St.-Philippe sind wir aus anderem Grund aufgeregt. Es gilt den rechten Zeitpunkt abzupassen, um dem Busfahrer mit einem energischen Händeklatschen unseren Haltewunsch anzuzeigen. Alles geht gut, wir verlassen den Bus und steigen in der subtropischen Vegetation bald steil am Hang des Vulkans empor. Nach etlichen Höhenmetern schwenkt der Pfad auf eine Höhenlinie ein, doch der Weg wird nicht unbedingt leichter. Wir müssen einige glattgeschliffene und sehr rutschige Bachbetten durchqueren, bis wir am Ende des Tages im einsetzenden Regen das Gite de Basse Vallee, unsere erste Unterkunftshütte erreichen.

Über 1500 Höhenmeter müssen wir am kommenden Tag aufsteigen, bis wir den äüßeren Kraterrand des riesigen Piton de Fournaise erreichen. Leider versperren tiefhängende Wolken immer wieder die Sicht. Etwas enttäuscht kommen wir nach einem langen Tag im Gite de Bellecombe an.

Einen Tag haben wir zur Erkundung der wilden Kraterlandschaft vorgesehen, und am Morgen ist das Wetter klar, so dass wir die lebensfeindliche Lavawüste mit Nebenkratern, Lavahöhlen und rauchenden Felsspalten ausgiebig bewundern. Wir haben Glück und der Weg auf den inneren Krater Dolomieu ist freigegeben. Häufig ist der Aufstieg wegen der Vulkantätigkeit gesperrt.

Am folgenden Tag queren wir auf dem Weg zur Inselmitte die öde Plaine des Sables zu unserer nächsten Unterkunft auf der grünen, landwirtschaftlich intensiv genutzten Plaine des Palmistes.

Plaine des Palmistes

Foret de Bebour - Foret de Belouve