Nordost-Harz

Ausflüge und Wanderungen von Quedlinburg

(24. Juni bis 03. Juli 2024)

Die Welterbestadt Quedlinburg verfügt neben dem Schlossberg über eines der schönsten Fachwerkensembles in Deutschland. Die idyllische Kleinstadt ist ein hervorragendes Standquartier, um die kulturellen und landschaftlichen Reize des nordöstlichen Harzrandes zu erkunden. Großartige Kirchen (Halberstädter Dom), ehemalige Klöster (Kloster Michaelstein), alte Höhlenwohnungen (Langenstein), malerische Altstädte (Wernigerode), bizarre Felsformationen (Teufelsmauer) und einer der eindrucksvollsten Canyons Deutschlands nördlich der Alpen (Bodetal) lassen sich gut im Rahmen von Tagesausflügen erreichen.

Allgemeine Informationen

Beste Reisezeit

Frühjahr bis Herbst

 

Schwierigkeit der Wanderungen

Die von uns unternommenen Wanderungen weisen keine besonderen Schwierigkeiten auf. Lediglich auf der Teufelsmauer bei Blankenburg und im Bodetal sind Trittsicherheit und gutes Schuhwerk (insbesondere bei Nässe) erforderlich.

 

Verkehrsanbindung

Quedlinburg ist gut an das Bahnnetz (Linie Magdeburg - Thale) angeschlossen. Mit der Bahn bzw. (zumeist stündlich verkehrenden) Buslinien lassen sich auch alle unsere Ausflüge mit ein wenig Planung gut ohne eigenes Auto durchführen. Wir haben mehrfach die Linien 251 nach Thale und 230 nach Blankenburg / Wernigerode von der für uns günstg gelegenen Haltestelle Kaiser-Otto-Straße genutzt. Außerdem haben wir die Harzer Schmalspurbahn (Selketalbahn) und die Bergbahnen in Thale in unser Ausflugsprogramm eingebunden.

 

Unterkünfte und Einkaufsmöglichkeiten

Quedlinburg bietet eine große Auswahl an Unterkünften in Form von Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen. Unsere Ferienwohnung (Helene, Lange Gasse 29) lag mitten in der Altstadt in einem prächtigen Fachwerkbau, war modern und sehr geschmackvoll renoviert und bot jeden Komfort für zwei Personen.

In der Altstadt findet man zahlreiche Restaurants und Cafés für jeden Geschmack.

Am Rand der Altstadt gibt es Einkaufsmöglichkeiten in den üblichen Supermarktketten.

 

Karten

Ostharz - Bodetal; Dr. Barthel Verlag; 1:35.000. Die Karte deckt (ausgenommen Halberstadt) genau unseren Aktionsradius ab.

Ergänzend sollte man sich eine Offline-Karte auf der Grundlage von Open Street Maps auf das Smartphone laden.

 

Links

  • Harz-Travel: Seite mit umfangreichem Angebot an Ferienwohnungen / Ferienhäusern

Quedlinburg

Über 2000 Fachwerkhäuser aus mehreren Jahrhunderten und ein markanter Schlossberg mit romanischer Stiftskirche prägen das außergewöhnliche Stadtbild der Welterbestadt Quedlinburg. Die Sehenswürdigkeiten kann man in einem Tagesausflug erkunden. Aber es lohnt, die stimmungsvolle Atmosphäre der engen Gassen länger auf sich wirken zu lassen und Quedlinburg als Ausgangspunkt für Ausflüge in die Umgebung zu nutzen.

Halberstadt

In einer Stadt mit weniger alsl 45.000 Einwohnern würde man eine so prächtige Kirche wie den Halberstädter Dom nicht unbedingt vermuten. Aber der gotische Dom mit seinem einzigartigen Domschatz gehören zu den bedeutendsten Sakralbauten Deutschlands und sind für sich bereits einen Besuch wert. Doch auch wenn die Altstadt etwas im Schatten von Quedlinburg steht, findet man hier schöne Gassen und Winkel, die man mit deutlich weniger Touristen teilen muss.

(Anfahrt von Quedlinburg mit RE 11 oder Buslinie 233)

Teufelsmauer bei Thale

(Wanderung: ca. 2,5 Std.; 5,3 km; +50 Hm ; -30 Hm)

Die Teufelsmauer bei Thale besteht aus einer Reihe von malerischen Felstürmen und -wänden, die sich auf einem Hügelkamm in der offenen Kulturlandschaft des Harzvorlandes erheben. Ein gut angelegten Wanderweg (Teufelsmauerstieg) führt vom Parkplatz bei Weddersleben entlang mehrerer Felsgruppen, von denen der Königstein zu Beginn die eindrucksvollste ist. Die recht kurze Wanderung führt uns schließlich nach Thale zum Kloster Wendhusen.

(Anfahrt von Quedlinburg mit Bus Linie 251 bis Weddersleben-Teufelsmauer oder RE 11 bis Neinstedt; Rückfahrt mit Bus Linie 251 von Thale-Am Wendhusenkloster oder RE 11 von Thale-Musestieg)

Hexentanzplatz, Prinzensicht und Pioniersteig

(Wanderung: ca. 3 Std.; 8,0 km; +210 Hm; -450 Hm)

Bequem schwebt man von Thale mit der Kabinenbahn zum Hexentanzplatz hinauf. Trotz des Touristenrummels sollte man sich hier die Zeit nehmen, um die fantastischen Ausblicke in den Canyon des Bodetals und hinüber zur Rosstrappe zu genießen. Dann geht es auf bequemen Waldwegen zunächst zur La Viershöhe und weiter zur Prinzensicht mit neuen Fernblicken. Auf gleichem Weg kehren wir zum Hexentanzplatz zurück und haben die Möglichkeit zur Einkehr in mehreren Gasthäusern und Biergärten.

Auf dem schmalen Waldpfad des Jägersteigs geht es dann zum Pioniersteig, der noch ein echter Geheimtipp zu sein scheint. Wir trafen auf dem gut ausgebauten und teilweise mit Geländern gesicherten Weg keine anderen Wanderer und hatten die spektakuläre Felsszenerie ganz für uns. Steil geht es dann in Serpentinen nach Thale hinab und durch den Friedenspark zum Bahnhof.

(Anfahrt von Quedlinburg nach Thale-Bahnhof mit Bus Linie 251 oder RE 11; Rückfahrt von Thale-Bahnhof nach Quedlinburg mit Bus Linie 251 oder RE 11)

Durch das Bodetal von Thale nach Treseburg und Rosstrappe

(Wanderung: ca. 3,5 Std.; 9,3 km; +400 Hm; - 310 Hm)

Die Wanderung durch das tief eingeschnittene Bodetal ist zurecht ein Klassiker. Der ständig rauschende und über Kaskaden herabströmende Fluss, der dichte Wald und ein nicht zu stark ausgebauter Weg machen die beliebte Tour zu einem echten Naturerlebnis. Die Ausblicke nach steilem Anstieg von einem Felssporn in den Bodekessel im Mittelteil der Wanderung sind grandios. Am Ziel wartet mit Treseburg ein schmucker Ort mit einigen Einkehrmöglichkeiten, wie der einfachen Gaststätte Rübezahl, die den hungrigen Wanderer mit guter Hausmannskost belohnt.

Auf der Rückfahrt mit dem Bus besteht noch die Möglichkeit, von der Rosstrappe einen Blick in die Schlucht zu werfen, die man vorher durchquert hat, und anschließend mit dem Sessellift nach Thale hinabzuschweben.

(Anfahrt von Quedlinburg nach Thale-Bahnhof mit Bus Linie 251 oder RE 11; Fahrt von Treseburg-Rübezahl zur Rosstrappe mit Bus Linie 657; Rückfahrt von Thale-Bahnhof nach Quedlinburg mit Bus Linie 251 oder RE 11)

Teufelsmauer bei Blankenburg und Kloster Michaelstein

(Wanderung: ca. 2,5 Std.; 5,2 km; +150 Hm; -160 Hm)

Zu Beginn der Wanderung lohnt ein Abstecher in die terrassenförmig angelegten Gartenanlagen zwischen Kleinem und Großem Schloss von Blankenburg. Dann beginnen wir die Tour entlang des felsigen Bergrückens der Blankenburger Teufelsmauer vom Großvaterfelsen bis zum Hamburger Wappen bei Timmenrode. Der Steig ist teilweise mit Geländern und Trittstufen ausgebaut, stellt den geübten Wanderer aber vor keine Probleme. Von Timmenrode kann man mit dem Bus noch dem Kloster Michaelstein einen Besuch abstatten und im Biergarten Zum Klosterfischer einkehren.

(Anfahrt von Quedlinburg nach Blankenburg-Herzogstraße mit Bus Linie 230; Fahrt von Timmenrode-Kegelhalle nach Blankenburg-Michaelstein mit Bus Linie 250; Rückfahrt von Blankenburg-Beiersdamm mit Bus Linie 230)

Mit der HSB nach Hasselfelde und Wanderung zur Harzköhlerei

(Wanderung: ca. 4 Std.; 12,0 km; +210 HM; -190 Hm)

Bereits die zweistündige Fahrt mit der Harzer Schmalspurbahn durch das Selketal nach Hasselfelde ist ein Erlebnis. Hier gilt das Deutschland-Ticket und an einem Vormittag in der Woche war der Dieseltriebwagen weitgehend leer. Vom Bahnhof in Hasselfelde wandert man anschließend durch den Ort und durch Felder zur Hassel-Vorsperre und an deren Ufer enlang bis zur Staumauer. Hir verlässt die Route das Wasser und durch hügelige Landschaft mit weiten Blicken geht es zu einem Seitenarm der Rappbodetalsperre. Von hier ist es nicht mehr weit zum kleinen, aber sehenswerten Köhlereimuseum am Stemberghaus. Für eine Einkehrmöglichkeit bietet sich die Köhlerhütte an.

(Anfahrt von Quedlinburg mit der Harzer Schmalspurbahn nach Hasselfelde; Rückfahrt von der Bushaltestelle Hasselfelde-Stemberghaus mit Bus Linie 263 nach Blankenburg und von dort weiter mit Bus Linie 230 nach Quedlinburg)

Wanderung von Langenstein zum Landschaftspark Spiegelsberge

(Wanderung: ca. 5 Std.; 15,2 km; +250 Hm; -280 Hm)

Diese relativ lange Wanderung verbindet auf ruhigen Wald- und Waldrandwegen mehrere einzigartige Sehenswürdigkeiten. Schon kurz nach dem Start geht es durch einen weitläufigen Park zum Schloss Langenstein, das leider nicht zu besichtigen ist. Dann besteigen wir von der Südseite den Bergrücken der ehemaligen Altenburg mit schöner Aussicht auf Langenstein (der direkte Aufstiegsweg von Westen ist schon seit längerem wegen Steinschlaggefahr gesperrt). Nach dem kurzen Abstieg in den Ort besuchen wir die liebevoll hergerichteten, bis Anfang des 20. Jahrhunderts bewohnten Höhlenhäuser. Über schöne Wege am Waldrad des Hoppelbergs erreichen wir das ehemalige Lager Zwieberge, eine Außenstelle des KZ Buchenwald. Die wenigen Überreste (mit informativen Erläuterungen) und die Dokumentation regen eindrücklich zum Nachdenken an. Anscchließend wandern wir mit einer kurzen Steigung auf die Thekenberge, unter denen das von den Häftlingen zum Ende des 2. Weltkriegs unter unmenschlichen Bedingungen gegrabene Stollensystem liegt. Die Felsformation des Gläsernen Mönchs lässt sich über einen Treppensteig erklimmen. Weiter geht es schließlich am Waldrand entlang in den Landschaftspark Spiegelsberge am südlichen Stadtrand von Halberstadt mit einigen alten Bauwerken, wie Aussichtsturm (nicht zu besteigen), Grotten und Jagdschloss. 

(Anfahrt von Quedlinburg nach Langenstein mit RE 11 und RE 31; Rückfahrt von Haltestelle Halberstadt-Kirschallee mit Stadtbus Linie 12 (bzw. 15) zum Bahnhof Halberstadt und von dort mit RE 11 nach Quedlinburg)

Wanderung von Wernigerode zum Wildpark Christianental

(Wanderung: ca. 3 Std.; 9,3 km; +240 Hm; -240 Hm)

Vom Marktplatz in Wernigerode geht es durch die Gassen der Fachwerkstadt zum Lustgarten und von dort hinauf zum Schloss. Nach einer evtl. Besichtigung steigen wir kurz zum Sattel der Schlossdelle hinab. Dann beginnt der steile Anstieg zum Agnesberg, wo wir an einer Bank durch eine Baumlücke Blicke auf das Schloss genießen. Über den bequemen Annaweg, der weitgehend eben dem Verlauf einer alten Wasserleitung zum Schloss folgt, erreichen wir eine Wegekreuzung oberhalb des Christianentals. Ein kurzer Abstieg bringt uns zu den ersten Volieren des frei zugänglichen Wilparks und zur gemütlichen Waldgaststätte mit ihrer schattigen Terrasse. Abwärts durch die zahlreichen Tiergehege erreichen wir die Asphaltstraße, der wir nach rechts folgen und bald darauf den Wanderweg hinab nach Wernigerode einschlagen.

(Anfahrt von Quedlinburg nach Wernigerode-Rimker Tor mit Bus Linie 230; Rückfahrt mit der selben Linie)