Von Navarredonda de Gredos nach Bohoyo

(3,5 Tagesetappen)

Bogenbrücke über den Rio Tormes

Nach einem Einkauf im kleinen Supermarkt des Ortes gehen wir auf kleinen Sträßchen nach Süden, und erreichen bald den Rio Tormes. Der kleine Bergfluss fließt durch ein Tal mit üppiger Vegetation. Wir folgen ihm in westlicher Richtung auf Fahrwegen und Pfaden. Bei Navacepeda de Tormes überqueren wir den Fluss auf einer schönen mehrbogigen Brücke, und gehen wenig später über eine schöne Steinbrücke, die einen Zufluss des Rio Tormes überspannt. Auf einer Schotterpiste steigen wir in Richtung des kleinen Gipfel El Cancho hinauf. Auf einem aussichtsreichen Sattel finden wir an einer Viehtränke frisches Wasser und eine Zeltmöglichkeit. 

Aufstieg zur Portilla de Cinco Lagunas

Als wir am nächtes Morgen in die Garganta de Gredos hinabsteigen werden wir bei wolkenlosem Himmel von einer totalen Sonnenfinsternis überrascht. Das Licht wird schwächer, die Temperaturen fallen merklich und die Geräusche der Natur verstummen - ein eindrucksvolles Erlebnis in dieser Abgeschiedenheit. Im Talgrund stoßen wir auf den Wanderweg zur Laguna Grande, die wir am Nachmittag erreichen. Statt zur Hütte zu gehen, entschließen wir uns, in einem Nebental auf dem Weg zur Portilla del Rey zu zelten. Die felsige Scharte erreichen wir am nächsten Morgen und schauen auf die unter uns liegende Seenkette der Cinco Lagunas hinab. Wir steigen zum obersten See hinab und klettern dann durch den Geröllhang zur Portilla de Cinco Lagunas empor.

Gasse in Bohoyo

Auf der Passhöhe machen wir Mittagsrast und bekommen Gesellschaft von einem Steinbockweibchen mit Nachwuchs. Die Mutter zeigt kaum Scheu und frisst uns fast aus der Hand. Wir steigen nun in das sanft abfallende Tal der Garganta de Bohoyo hinunter und bauen bei den ersten großen Bäumen unser Zelt auf.

Der weitere Abstieg geht durch immer grüner werdende Landschaft, die durch kleine Felder und Gärten genutzt wird, bis wir gegen Mittag das Dorf Bohoyo mit seinem heimeligen Kirchplatz erreichen.

Hier kaufen wir neuen Proviant ein und haben dann Glück, dass uns die Dorflehrerin in ihrem klapprigen Kleinwagen nach Navalonguilla mitnimmt, so dass uns 10 km Fußmarsch auf der Landstraße erspart bleiben.