Ansel Adams Wilderness

(September 2019)

Das 935 km² große Schutzgebiet der Ansel Adams Wilderness umfasst einen besonders schroffen und landschaftlich eindrucksvollen Teil des Hauptkamms der Sierra Nevada südlich des Yosemite National Park. 1964 als Minarets Wilderness gegründet erfolgt 1984 die Benennung nach dem im selben Jahr verstorbenen brillianten Landschaftsfotografen Ansel Adams. Den höchste Punkt der Wilderness Area bildet der 4005 m hohe Mt. Ritter, sein Nachbargipfel Banner Peak erreicht 3880 m. Ihre Gipfel erheben sich über den Bilderbuchlandschaften von Garnet Lake und Thousand Island Lake. Besonders fasziniernd ist der Anblick der bis zu 3735 m hohen Felsspitzen der Minarets, die über der Seengruppe von Minaret, Cecile und Iceberg Lake aufragen. Die Region ist bei Backpackern äußerst beliebt und wird für amerikanische Verhältnisse extrem stark frequentiert. Am Ostrand der Wilderness Area liegt im Tal des Middle Fork San Joaquin River das Devils Postpile National Monument mit seinen spektakulären Basalt-Säulen.    

Allgemeine Informationen

Information:

 

Eintrittspreise:

Der Eintritt in die Ansel Adams Wilderness ist für Tagestouren kostenlos.

 

Tipps zum Schlafen und Essen:

Im großen Wintersport Mammoth Lakes gibt es zahlreiche Unterkünfte, die auch in den Sommermonaten gut ausgelastet sind. Daher ist mit einem hohen Preisniveau zu rechnen. Auch Restaurants und Geschäfte sind reichlich vorhanden, zu einem längeren Aufenthalt lädt der moderne Ort aber nicht ein.

Von Devils Postpile zum Mount Ritter (4 Tage)

Traumwege unter Minaretten zu 1000 Inseln

Diese streckenmäßig überschaubare Tour bietet Landschaftsbilder, die das Herz jedes Backpackers höherschlagen lassen. Traumhafte Gebirgsseen werden von majestätischen Gipfeln und bizarren Felstürmen überragt. Dazu kommt als Ausgangspunkt das Devils Postpile National Monument, in dem die Erosion des Middle Fork San Joaquim River ein Kliff aus regelmäßigen Basalt-Säulen freigelegt hat. So ist es kein Wunder, dass die Trails und die Zeltmöglichkeiten an den beliebtesten Seen bei dieser Tour für amerikanische Verhältnisse fast schon als überlaufen bezeichnet werden können und die Permits in der Hauptsaison und an Wochenenden weit im Voraus ausgebucht sind. Doch mit entsprechender Planung kann man in ruhigere Zeiten ausweichen. Bei der vorgeschlagenen Runde verlassen wir darüber hinaus zwischen Minaret Lake und Iceberg Lake sowie beim Ausflug zum North Glacier Pass die unterhaltenen Trails und kommen zu landschaftlichen Höhepunkten, die wir mit nur wenigen anderen Naturfreunden teilen müssen.

Toureninfo

Ausgangspunkt:

Devils Postpile Ranger Station im Devils Postpile National Monument. Vom US Highway zweigt etwa auf halber Strecke zwischen Lee Vining (am Mono Lake) und Bishop der State Highway 203 nach Westen ab. Nach 3,8 km (2,4 mi) liegt am Ortseingang rechts das Mammoth Lakes Welcome Center, in dem man u.a. Permits für Mehrtagestouren in der Region erhält. Man fährt anschließend weiter geradeaus durch den Wintersportort und kommt nach 2,2 km (1,4 mi) zu einer Verzweigung mit Ampel, an der man nach rechts auf Minaret Road abbiegt. Nach 6,7 km (4,2 mi) kommt man zum großen Parkplatz der Mammoth Mountain Ski Area, wo man in den Sommermonaten (die genauen Daten variieren jedes Jahr) den obligatorischen Shuttle Bus (7 $ pro Person) besteigt und bis zum Stop Nr. 6 an der Ranger Station fährt. Die Tour endet in diesem Fall am ersten Stop des Shuttle Bus an der Agnew Meadow.

Außerhalb der Sommermonate kann man mit dem eigenen Auto fast bis zum Trailhead fahren. Dazu fährt man nach der Skistation weiter bis zum Minaret Summit (recht kurzer Abzweig zu einem schönen Aussichtspunkt zu den Bergen, die man während der Tour aus der Nähe sehen wird). Für die Weiterfahrt zahlt man an einer Mautstation eine Gebühr von 10 $ pro Pkw (umfasst Eintritt zum National Monument) und folgt der nun sehr schmalen und kurvigen Straße hinab ins Tal des Middle Fork San Joaquim River. Nach etwa 11 km ab Minaret Summit zweigt rechts die Zufahrt zur Ranger Station ab. Direkt danach liegt rechts der obere Parkplatz für Backpacker (overnight parking). Ein Pfad neben der Straße führt von hier in 10 Minuten zum Hauptparkplatz an der Ranger Station. Nachteilig ist in diesem Fall, dass sich die letzte Etappe um ? km verlängert, um zum abgestellten Auto zurückzukehren.  

 

Anforderungen:

Zumeist gut ausgebaute und ausgeschilderte Trails. Der etwa 4,5 km lange Abschnitt vom Minarett Lake zum Iceberg Lake verläuft jedoch weglos oder auf vagen Pfadspuren und verlangt Trittsicherheit und etwas Orientierungsvermögen. Dabei gibt es eine kurze und leichte Kraxelei, längere Passagen über Blockfelder und in der Regel auch die Querung von kurzen aber starke geneigte Schneefelder zu bewältigen.

Auch der Ausflug zum North Glacier Pass verläuft abseits angelegter Trails und teilweise durch steile Block- oder Schneefelder.

 

Länge:

48 km (ohne Ausflug zum North Glacier Pass)

 

Höchster Punkt:

Cecile Lake 3124 m (bzw. North Glacier Pass 3400 m)

 

Höhenunterschied:

1380 m im Auf- und Abstieg (ohne Ausflug North Glacier Pass)

 

Beste Jahreszeit:

Mitte Juni bis Mitte Oktober.

 

Genehmigung:

Für Mehrtagestouren in der Ansel Adams Wilderness ist ein Wilderness Permit erforderlich. Da für die Trailheads nur eine begrenzte Anzahl von Permits vergeben werden und das Wandergebiet sehr beliebt ist, ist eine frühzeitige Online-Reservierung (Gebühr 16 $) auf www.recreation.gov/ empfehlenswert. Das Permit muss man im Mammoth Lakes Welcome Center (s.o.) in Empfang nehmen.

 

Schutz vor Bären:

Die Verwendung von bear canisters ist in der Ansel Adams Wilderness zwingend vorgeschrieben. Sie können im Mammoth Lakes Welcome Center (s.o.) ausgeliehen werden (Leihgebühr 2,5 $ pro Tag).

 

Karten:

Mammoth Lakes, Mono Divide; Trails Illustrated Map 809; 1:63.360; National Geographic.

Tourenbeschreibung

1. Tag: Devils Postpile Ranger Station – Minaret Lake

9,4 km (5,8 mi), 3:30 Std., 675 m↑, 0 m↓

 

Von der Ranger Station (1), 2320 m, starten wir in südlicher Richtung auf dem viel begangenen Weg zum Devils Postpile. Nach 300 m kommen wir zu einer Verzweigung. Geradeaus geht es in wenigen Minuten zu den sehenswerten regelmäßigen Basaltsäulen, die beim langsamen Erkalten eines Lavastroms vor etwa 100.000 Jahren entstanden sind. Wir halten uns an der Verzweigung aber rechts und überqueren den Middle Fork San Joaquin River auf einer Brücke. Am anderen Ufer gehen wir an einer Verzweigung geradeaus in Richtung Minaret Falls und steigen auf staubigem Weg im Wald aufwärts. Nach gut 10 Minuten kommen wir zu einer Kreuzung mit dem Pacific Crest Trail (2) und gehen weiter auf dem John Muir Trail (North) geradeaus in Richtung Minaret Lake (rechts Abzweig zu den Minaret Falls). Weitere 25 Minuten später blicken wir in eine kleine Schlucht, die der Minaret Creek in die Felsen des hier steil abfallenden Hangs geschnitten hat. Der Weg verflacht nun kurz danach zweigt links ein Trail zum Superior Lake ab, während wir weiter auf dem Trail zum Johnston Lake gehen und in der Folge mehrfach den Bach queren. In einer feuchten Senke liegt der seichte Johnston Lake in einer noch an Mittelgebirge erinnernden Umgebung. Kurz danach verlassen wir an einem Abzweig (3) den zum Shadow Lake führenden John Muir Trail und folgen geradeaus dem Weg in Richtung Minaret Lake. Er steigt nun wieder steiler an und bleibt zumeist in einiger Entfernung des Hauptbaches. Wir wandern durch sonnendurchfluteten Wald und bekommen noch keine Ahnung von der großartigen Gebirgsszenerie, die uns am Ende der Etappe erwartet. Erst wenn wir durch einen steilen Hang zum oberen Rand einer langen Kaskade des Minaret Creek aufgestiegen sind kommen zum ersten Mal schroffe Berggipfel in Sicht. Im Osten erhebt sich in der Ferne die kahle Kuppe des Mammoth Mountain mit seinen Skiliften. Der Wald lichtet sich nun immer mehr während wir über einige Geländestufen durch zunehmend felsige Umgebung zum Minaret Lake (4), 2985 m, aufsteigen. Er liegt von der Kulisse der Minarets, aus denen die spektakuläre Spitze des Clyde Minaret (3735 m) herausragt. Gute Zeltplätze finden sich auf der Halbinsel am Auslauf des Sees, oberhalb seines Nordufers oder vereinzelt entlang des Trails am Westufer.       

  1. Ranger Station 2320 m - 0:00
  2. Kreuzung PCT 2355 m - 0:20
  3. Abzweig John Muir Trail 2500 m – 1:10
  4. Minaret Lake 2985 m – 3:30

 

2. Tag: Minaret Lake – Garnet Lake

12,1 km (7,6 mi), 5:30 Std., 450 m↑, 485 m↓

 

Im Morgenlicht erstrahlen die Minarets über dem See in geradezu magischem Licht. Wir setzen unsere Tour auf dem Trail entlang dem Nordufer fort und gehen über die Landbrücke zwischen Minaret Lake und dem kleinen Nachbarsee. Der unterhaltene Trail endet allmählich und geht in einen Trampelpfad über. Wir nähern uns dem Zulauf des Minaret Lake und folgen ihm ein kleines Stück aufwärts. Dann beginnt ein deutlicher Pfad steil den rechten Berghang emporzusteigen. Er wendet sich schließlich von der Steilwand unterhalb des Clyde Minaret ab und steigt so steil nach Norden zu einer Scharte empor, dass wir kurz die Hände zu Hilfe nehmen müssen. Doch schon bald ist ein kleines Hochtal mit einem seichten Tümpel erreicht. Unsere Route schwenkt nach links (Westen) und verläuft weglos über einen steinigen Hang zu einer Anhöhe, hinter der der Cecile Lake auftaucht. Der höchste See an unserer Runde liegt direkt am Fuß der zackigen Felsnadeln der Minarets – ein faszinierender Anblick. Nun liegt die Herausforderung vor uns, die günstigste Route über die riesigen Blöcke am Nordufer des Sees zu finden, um den Auslauf am Westende des Cecile Lake (5), 3125 m, zu erreichen. Hier bricht das Gelände abrupt ab und unter uns liegt der Iceberg Lake – überragt von den Gipfeln von Mount Ritter und Banner Peak.

Zunächst führt ein deutlicher Pfad in den Hang, verliert sich bald aber in den steilen Blockfeldern, deren Querung recht mühsam und zeitraubend ist. Noch unangenehmer können jedoch die Schneefelder sein, die sich hier oft bis in den Spätsommer halten und insbesondere dann Schwierigkeiten bereiten, wenn Sie nach einer kalten Nacht noch hart gefroren sind. Hier ist besondere Vorsicht angeraten oder es ist sogar entsprechende Ausrüstung erforderlich. Doch schon bald ist der Auslauf des Iceberg Lake (6), 2980 m, erreicht, wo wieder ein deutlicher Trail beginnt. Durch üppige Bergwiesen und vorbei an vereinzelten Nadelbäumen geht es nun entspannt hinab zum Ediza Lake (7), 2830 m mit seiner grandiosen Bergkulisse. Weiter geht es das Tal hinab und wir wechseln an einer seichten Stelle an das westliche Ufer des Shadow Creek. Wer am Ediza Lake nächtigen möchte, findet hier einen Stichweg, der zu schönen Zeltplätzen an seiner Westseite hinaufführt. Für uns geht es nun zur Abwechslung auf herrlichem Waldweg abwärts zu einer Gabelung (8), an der wir auf den John Muir Trail treffen. Hier, am tiefsten Punkt der Etappe, wenden wir uns nach links in Richtung Garnet Lake und beginnen einen langgezogenen Anstieg zu einem 3075 m hohen Übergang, an dem uns der große Garnet Lake zu Füßen liegt. Von hier wandern wir in engen Kehren steil abwärts und queren anschließend zum Auslauf des Sees, den wir auf einem soliden Steg aus Baumstämmen überqueren. Im direkten Umfeld des Auslaufes ist das Zelten nicht gestattet, doch etwas weiter am Westufer finden sich wunderbare Campingmöglichkeiten (9), 2950 m.

  1. Minaret Lake 2985 m - 0:00
  2. Auslauf Cecile Lake 3125 m - 1:40
  3. Iceberg Lake 2980 m - 2:20
  1. Ediza Lake 2830 m – 2:50
  2. Einmündung John Muir Trail 2770 m – 3:40
  3. Garnet Lake 2950 m – 5:30

 

3. Tag: Garnet Lake – Thousand Island Lake

3,3 km (2,0 mi), 1:30 Std., 150 m↑, 100 m↓

 

 Diese sehr kurze Etappe verschafft uns die Gelegenheit, die einzigartige Morgenstimmung am Garnet Lake zu genießen und die Umgebung des Thousand Island Lake ausgiebig zu erkunden.

Wenn wir unseren Weg auf dem John Muir Trail fortsetzen, geht es über dem Westufer steil bergan und wir haben noch mehrfach traumhafte Blicke über den See zum mächtigen Banner Peak. Wir kommen über eine kleine Passhöhe und wandern zum Ruby Lake hinab, den wir nach 45 Minuten erreichen. Der Trail verläuft an seinem Nordufer durch lichten Wald und steigt anschließend zu einer Kuppe an, hinter der mit dem Emerald Lake bereits der nächste kleine See auf uns wartet. Der angenehme Pfad bleibt hier etwas oberhalb des Südufers und bietet schöne Blicke über die blaue Wasserfläche. Doch das ist nur der Vorgeschmack des Panoramas, dass uns wenig später erwartet, wenn der Thousand Island Lake mit seinen unzähligen Inseln in Sicht kommt. Es geht sanft hinab zu seinem Auslauf am Nordende, den wir auf einem Baumstammsteg queren. Dahinter treffen wir auf eine Wegekreuzung. Rechts werden wir am nächsten Tag den Rückweg antreten. Geradeaus führen der John Muir Trail und der Pacific Crest Trail weiter zum Island Pass. Wir halten uns aber links entlang des Seeufers. Nach wenigen Hundert Metern zeigt ein Holzschild das Ende der Zone um den Auslauf an, in der das Zelten verboten ist. Jetzt haben wir die Qual der Wahl zwischen den zahlreichen, viel genutzten Lagerplätzen (10), 3000 m, beiderseits des allmählich schmaler werdenden Pfades.   

  1. Garnet Lake 2950 m - 0:00
  2. Thousand Island Lake 3000 m - 1:30

 

Ausflug zum North Glacier Pass

9,0 km hin und zurück (5,6 mi), 3:45 Std., 400 m↑, 400 m↓

 

 Der Abstecher zum North Glacier Pass bringt uns in die karge, doch sehr beeindruckende Hochgebirgswelt unter den Gipfeln von Banner Peak und Mount Ritter. Dabei sind Trittsicherheit und etwas Ausdauer erforderlich, denn es geht weglos über ausgedehnte Blockfelder und in der Regel auch über steile Schneefelder.

Zunächst folgen wir weiter dem zunächst noch deutlichen Pfad entlang des Westufers mit seinen malerischen Buchten. Er verliert sich schließlich in einer großen Wiese an der Südwest-Ecke des Sees. Hier halten wir uns querfeldein leicht rechts, überqueren eine leichte Anhöhe und kommen zum Zusammenfluss zweier Bäche, die in den Thousand Island Lake münden. Wir orientieren uns nun am südlicheren Hauptarm aufwärts, der aus dem langen, nach Süden verlaufenden Tal herabfließt, an dessen Ende der North Glacier Pass, unser Ziel, liegt. Wir halten uns zunächst westlich des Baches und suchen uns die bequemste Route aufwärts. In den Wiesen des Tals, die Murmeltieren einen perfekten Lebensraum bieten, stoßen wir dann wieder auf eine Pfadspur, die uns die Richtung vorgibt. Doch wenn wir die riesigen Blockhalden am Fuß des Passes erreichen, sind wir wieder auf den eigenen Orientierungssinn angewiesen, aber der Einschnitt des Passes ist vor uns stets deutlich sichtbar. Wenn wir an der Oberkante einer ersten Steilstufe stehen, erkennen wir, dass der Pass noch nicht erreicht ist und wir noch ein Stück an Blockkletterei vor uns haben. Nach insgesamt zwei Stunden liegt jedoch plötzlich in einer Senke der Lake Catherine vor uns, in den von Osten aus dem engen Taleinschnitt der zwischen Banner Peak und Mount Ritter eingezwängte Gletscher einmündet. Diesen Anblick vom North Glacier Pass (3400 m) sollte man ausgiebig auf sich wirken lassen, bevor es auf dem Anstiegsweg vorsichtig wieder in Tal hinab geht. Dabei habe wir grandiose Blicke auf den mit Eilanden gesprenkelten Thousand Island Lake und wer mag, kann sie gerne einmal zählen, um zu prüfen, ob der Name berechtigt ist.       

 

4. Tag: Thousand Island Lake – Agnew Meadow (oder Devils Postpile Ranger Station)

13,2 km (8,2 mi), 4:00 Std., 150 m↑, 600 m↓

 

(oder 23,7 km (14,8 mi), 7:00 Std., 160 m↑, 840 m↓)

Die Länge dieser Schlussetappe hängt entscheidend davon ab, ob wir an der Agnew Meadow den Shuttle Bus nutzen können oder bis zur Ranger Station gehen müssen.

Von der Kreuzung am Auslauf des Thousand Island Lake wir in nördlicher Richtung der Beschilderung PCT / Reds Meadow. Wir tauchen schon bald in dichten Wald ein und kommen nach einem kurzen Abstieg zu einem Abzweig, über den wir nach rechts auf dem River Trail zur Agnew Meadow gelangen könnten. Wir sollten jedoch die schönen Aussichten vom High Trail nicht verpassen und gehen geradeaus weiter auf dem PCT. Wenig später queren wir eine Lichtung über blanken Felsplatten, bevor es weiter durch schönen Wald geht und nach 10 min eine weitere Verzweigung zu den Clark Lakes erreicht ist. Auch hier gehen wir weiter geradeaus in Richtung Agnew Meadow. Wir passieren einen rechts des Trails liegenden flachen See und stoßen nach weiteren 15 min auf eine Wegekreuzung, an der es wieder geradeaus in Richtung Agnew Meadow geht. Dann verlässt der Weg den Wald und steigt diagonal in einem offenen Hang an. Eineinhalb Stunden nach unserem Aufbruch stoßen wir am Ende der Steigung auf den High Trail und halten uns rechts zur Agnew Meadow. In der Folge verläuft der Trail weitgehend Höhe haltend am Hang entlang und es bieten sich immer wieder faszinierende Blicke nach Süden zu den Gipfeln von Banner Peak und Mount Ritter sowie der Kette der Minarets. Wir queren zahlreiche kleine Bäche, die von San Joaquin Mountain herabströmen und an denen wir bei Bedarf unsere Trinkflasche füllen können. Noch zweimal müssen wir kurze Serpentinenanstiege überwinden, bis der Trail allmählich an Höhe verliert. Allmählich kommt in einem tiefen Einschnitt im gegenüberliegenden Hang der Shadow Lake in Sicht. Kurz darauf verlässt der Weg zunächst seine aussichtsreiche Lage am Hang und Bäume nehmen uns die Sicht. Dann beginnt wieder im offenen Hang der steile Abstieg in Kehren hinab ins Tal. Wir haben letzte Blicke auf die fernen Berggipfel und tauchen in hohen Nadelwald ein. Schließlich erreichen wir den High Trail Trailhead an der Agnew Meadow (12), 2550 m. Wenn wir die Haltestelle des Shuttle-Busses als Ziel haben, gehen wir auf der Zufahrt zum Campground nach links und kommen nach 300 m zur Minaret Road.

Wenn wir zur Ranger Station zurückkehren wollen, queren wir die Zufahrt zum Campground und folgen der Beschilderung „PCT South“. Der Trail verläuft am Rand der großen Wiesenlichtung und wir betreten bald wieder die Ansel Adams Wilderness. An einem Wegedreieck zweigen wir nach links in Richtung Reds Meadow ab und beginnen den Abstieg in Kehren hinab in das tief eingeschnittene Tal des Middle Fork San Joaquin River. Etwa eine halbe Stunde später überqueren wir einen seiner Zuflüsse auf einem Baumstamm-Steg. Der Weg verläuft zunächst lange auf dem in Fließrichtung linken Ufer des Hauptbaches, bis wir an einer Brücke nahe des Pumice Flat Campground (13) auf die gegenüberliegende Seite wechseln. Der Weg verläuft nun etwas abseits des Baches in leichtem Auf und Ab im Wald. Wir passieren die Minaret Falls, wo der Minaret Creek als Wasserschleier über eine Felswand herabfällt. Nun ist es nicht mehr weit bis zur Wegekreuzung (2), an der wir den PCT verlassen und nach links zur Brücke bei Devils Postpile hinunter wandern. Auf dem vom ersten Tag bekannten Weg gelangen wir in wenigen Minuten zur Ranger Station.

  1. Thousand Island Lake 3000 m - 0:00
  2. Einmündung in High Trail 2950 m - 1:30
  3. Agnew Meadow 2550 m - 4:00
  4. Brücke am Pumice Flat Campground 2370 m - 5:45
  1. Kreuzung PCT 2355 m – 6:40
  1. Ranger Station 2320 m – 7:00