Corona Arch (Utah - Colorado Plateau)

(Oktober 2018)

Kurztour zu einem fantastischen Felsbogen

1:40 Stunden

Der elegante Corona Arch wäre im Arches National Park eine der großen Attraktionen. Doch er liegt etwas versteckt im Umland von Moab. Und so hält sich der Andrang trotz der leichten Erreichbarkeit und der überschaubaren Mühen in Grenzen. Wir hatten sogar das Glück eine ganze Weile den großartigen Anblick völlig ungestört genießen zu können. Bereits beim Anmarsch vermitteln die Blicke auf den Fluss, die typische Slickrock-Szenerie und unschwierige gesicherte Passagen für viel Abwechslung. Höhepunkt der Tour sind aber ohne Zweifel die so unterschiedlichen Felsbögen von Corona Arch und Bowtie Arch.

Während der kurzen Wanderung quert man die ausschließlich dem Güterverkehr dienende Bahnlinie, die die Salinen am Ende der Potash Road mit der Hauptstrecke in Crescent Junction verbindet. Bei der dort aus tiefliegenden Erdschichten mit Wasser ausgewaschenen Pottasche handelt es sich um ein Kaliumsalz, das z.B. bei der Glasherstellung sowie in der Lebensmittel- und Düngemittelindustrie vielseitige Verwendung findet. Die großen Trocknungsbecken sind u.a. vom Visitor Center des Dead Horse Point State Park gut zu sehen. Da die Züge nur mit geringer Geschwindigkeit und sehr selten fahren, besteht keine Gefahr bei der Überquerung.

Der Trailhead liegt etwa eine halbe Stunde Fahrzeit von Moab an einer großen Biegung des Colorado River. Bei der Hin- oder Rückfahrt sollte man einen kurzen Stopp bei den ausgeschilderten indianischen Felsgravuren in der Steilwand direkt an der Potash Road machen. Während der Fahrt kommt man an einigen sehr einfachen, aber schön gelegenen, öffentlichen Campgrounds vorbei, die sich zum Übernachten im Zelt oder Wohnmobil eignen.

Toureninfo

Ausgangspunkt:

Vom Zentrum Moabs auf dem US-Highway 191 6,5 km (4,0 mi) nach Norden fahren und dann nach Westen auf die Utah State Route 297 (Potash Road) abbiegen. Dieser am rechten Ufer des Colorado River 16 km (10 mi) folgen und dann nach rechts auf den Parkplatz am Corona Arch Trailhead abbiegen. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite liegt ein einfacher Campingplatz am Flussufer.

 

Anforderungen:

Steiniger Pfad und längere Wegabschnitte auf blankem Fels (slickrock). An einer Stelle sind Stufen in eine steile Felsplatte geschlagen und zur Sicherung ein Drahtseil angebracht worden. Kurz darauf wird eine Steilstufe auf einer Stahlleiter überwunden. Die Markierungen bestehen aus Steinmännern.

  

Länge:

4,0 km

 

Höchster Punkt:

Bowtie Arch 1360 m

 

Höhenunterschied:

ca. 200 m im Auf- und Abstieg

 

Beste Jahreszeit:

ganzjährig; im Sommer kann es im schattenlosen Gelände sehr heiß werden.

 

Genehmigung:

keine

 

Schutz vor Bären:

keine Vorkehrungen erforderlich.

 

Karten:

Moab North; Trails Illustrated Map 500; 1:70.000; National Geographic. Die Karte ist zur groben Orientierung hilfreich, für die Wanderung an sich aber nicht erforderlich.

Tourenbeschreibung

Der Trail beginnt am Parkplatz (1), 1215 m, rechts der Informationstafeln und steigt zunächst in einem Linksbogen steil in den Hang hinauf. Vorbei an einem Punkt, an dem sich Besucher eigenständig in ein ausliegendes Register eintragen sollen, geht es nun flacher zum Schienenstrang der Güterbahnstrecke (2). Nachdem wir diese vorsichtig an der dafür vorgesehenen Stelle überquert haben, verläuft der Trail in bzw. neben einem trockenen Bachbett, das von Buschvegetation gesäumt ist. Mit gutem Auge kann man am oberen Rand der Felswände im Norden die Öffnung des Pinto Arch erkennen. Um ihn genauer zu erkunden, müsste man sich ihm weglos im übersichtlichen Gelände nähern. Wir bleiben aber auf der mit Steinmännern markierten Route, die nun zumeist auf dem slick rock verläuft. Kakteen und Wacholderbäume verbreiten das typische Wüsten-Feeling des Colorado Plateaus. Auf einer geneigten Felsplatte bietet ein gespanntes Seil falls erforderlich etwas zusätzliche Sicherheit. Nur wenige Minuten später hilft uns eine weitere Seilsicherung beim Aufstieg über in den Fels geschlagene Trittstufen. Die direkt anschließende, wenige Meter hohe Steilwand überwinden wir mit einer soliden Metallleiter (3). Dann breitet sich das Ziel unserer Wanderung in einem wunderbaren Panorama vor uns aus. Unter einem abgerundeten Felsbuckel schauen wir rechts durch den Corona Arch, der sich wie der Griff einer Teekanne an den Hang lehnt, und links in die Halbhöhle des Bowtie Arch. In einem weiten Bogen gehen wir nun weitgehend eben auf dem Felsband auf den Bowtie Arch (4), 1360 m, zu. Um einen besseren Blick in das Gewölbe der durchbrochenen Kuppel, durch die nach Regenfällen ein kleines Rinnsal fließt, zu bekommen, kann man von der markierten Route abweichend etwas den Hang hinaufsteigen. Dann geht es direkt auf die gewaltige, 33 m hohe und 42 breite Öffnung des Corona Arch (5) zu. Waghalsige hatten Gefallen daran gefunden, sich an Seilen durch den Bogen schwingen zu lassen. Nach einem Todesfall aufgrund einer falsch abgeschätzten Seillänge ist dieser Nervenkitzel jedoch seit 2015 verboten. Es aber auch ohne den zusätzlichen Thrill ein erhebendes Gefühl durch dieses von der Natur gestaltete Tor hindurch zu spazieren. Das sollte man insbesondere am Vormittag tun, da man dann den Bogen zurückblickend mit den sich dahinter ausbreitenden nackten Bergrücken im schönsten Fotolicht vor sich hat. Von diesem herrlichen Aussichtspunkt (6), 1335 m, an dem die Markierungen enden, geht es schließlich auf demselben Weg wieder zum Parkplatz zurück.

 

  1. Corona Arch Trailhead 1215 m – 0:00
  2. Kreuzung Bahnlinie 1250 m – 0:05
  3. Leiter 1290 m – 0:30
  4. Bowtie Arch 1360 m – 0:40
  5. Corona Arch 1340 m – 0:45
  6. Aussicht auf Corona Arch 1335 m – 0:50
  1. Corona Arch 1340 m – 0:55
  1. Bowtie Arch 1360 m – 1:00
  1. Leiter 1290 m – 1:10
  1. Kreuzung Bahnlinie 1250 m – 1:35
  1. Corona Arch Trailhead 1215 m – 1:40