Golden Trout Wilderness, Sequoia NP, John Muir Wilderness

(September 2019)

Die 1228 km² große Golden Trout Wilderness grenzt südöstlich an den Sequoia Nationalpark und ermöglicht den Zugang zu Hochgebirgswelt südlich des Mount Whitney. Das 1978 gegründete Schutzgebiet wurde nach einer hier heimischen Forellenart benannt. Den höchsten Punkt innerhalb der Wilderness bildet der 3930 m hohe Cirque Peak. Es gibt 610 km ausgewiesene Wanderwege, zu denen auch ein 40 km langer Abschnitt des Pacific Crest Trail gehört. Eine Besonderheit besteht in dem Weiderecht innerhalb der Wilderness Area, so trifft man in den Sommermonaten z.B. auf der Horseshoe Meadow auf Rinderherden. Die nachfolgend beschriebene Tour verläuft im zunächst am Nordrand der Golden Trout Wilderness, wechselt dann in den Sequoia Nationalpark und führt durch den Südrand der John Muir Wilderness zum Startpunkt zurück. Die 1228 km² große Golden Trout Wilderness grenzt südöstlich an den Sequoia Nationalpark und ermöglicht den Zugang zu Hochgebirgswelt südlich des Mount Whitney. Das 1978 gegründete Schutzgebiet wurde nach einer hier heimischen Forellenart benannt. Den höchsten Punkt innerhalb der Wilderness bildet der 3930 m hohe Cirque Peak. Es gibt 610 km ausgewiesene Wanderwege, zu denen auch ein 40 km langer Abschnitt des Pacific Crest Trail gehört. Eine Besonderheit besteht in dem Weiderecht innerhalb der Wilderness Area, so trifft man in den Sommermonaten z.B. auf der Horseshoe Meadow auf Rinderherden. Die nachfolgend beschriebene Tour verläuft im zunächst am Nordrand der Golden Trout Wilderness, wechselt dann in den Sequoia Nationalpark und führt durch den Südrand der John Muir Wilderness zum Startpunkt zurück.

Allgemeine Informationen

Information:

 

Eintrittspreise:

Der Eintritt in die John Muir Wilderness und die Golden Trout Wilderness ist kostenlos. Das gilt auch für den Sequoia Nationalpark, wenn der Zugang über die Wilderness Areas erfolgt.

 

Tipps zum Schlafen und Essen:

Im stark vom Tourismus und der Anziehungskraft des Mount Whitney geprägten Ort Lone Pine am US Highway 395 gibt es zahlreiche, nicht ganz preiswerte Motels und Hotels, Restaurants und einen gut sortierten Supermarkt.

 

Miter Basin & Mount Langley Loop (5 Tage)

Ganz hoch hinauf in der südlichen Sierra Nevada

Das südliche Owens Valley wird vom Mount Whitney und seinen Trabanten überragt. Der höchste Gipfel der Sierra Nevada und der ganzen USA außerhalb Alaskas zieht auch die Aufmerksamkeit der meisten Bergsteiger auf sich. Nicht alle Anwärter haben jedoch bei der obligatorischen Lotterie das Glück ein Permit für seine Besteigung zu ergattern. Die hier vorgestellte Tour im Schatten des Mount Whitney ist eine Alternative, die nicht weniger reizvoll ist. Sie berührt zwei Wilderness Areas (Golden Trout und John Muir) sowie den Ostrand des Sequoia Nationalparks. Abseits der etablierten Trails bieten sich außerdem zwei erstklassige Abstecher in das wilde Miter Basin und auf den Mount Langley, den südlichsten 14er der USA, an. Als weitere Attraktionen gibt es entlang dieser abgesehen von der Gipfelbesteigung nur mäßig anspruchsvollen Runde knorrige Bristlecone-Kiefern, eine hohe Passüberschreitung und zahlreiche großartige Bergseen zu sehen.   

Toureninfo

Ausgangspunkt:

An der Ampelkreuzung im Zentrum von Lone Pine biegt man vom US Highway 395 nach Westen auf die Whitney Portal Road. Nach 5,0 km (3,1 mi) zweigt nach links (Süden) die Horseshoe Meadow Road ab. Die gut ausgebaute Straße steigt bald in weiten Kehren im felsigen Osthang der Sierra Nevada an und eröffnet großartige Blicke über das Owens Valley. Man folgt nun stets dem Straßenverlauf und gelangt nach weiteren 31,5 km (19,5 mi) zum Straßenende am Cottonwood Pass Trailhead im Hochtal der Horseshoe Meadow. Hier gibt es einen einfachen Campingplatz und Sanitäranlagen sowie großzügige Parkgelegenheiten. 

 

Anforderungen:

Überwiegend gut ausgebaute und ausgeschilderte Trails. Die Abstecher ins Miter Basin und auf den Gipfel des Mount Langley verlaufen teilweise weglos oder auf Trampelpfaden und weisen bei guten Bedingungen keine technischen Schwierigkeiten auf. Bei der großen Höhe während der gesamten Tour kann es ohne entsprechende Vorbereitung zu Anzeichen der Höhenkrankheit kommen. Eine vorherige Akklimatisation ist zu empfehlen.

 

Länge:

47 km (ohne Ausflüge zum Sky Blue Lake und zum Mount Langley)

 

Höchster Punkt:

New Army Pass 3750 m (bzw. Gipfel des Mount Langley 4275 m)

 

Höhenunterschied:

1130 m im Auf- und Abstieg (ohne Ausflüge zum Sky Blue Lake und zum Mount Langley)

 

Beste Jahreszeit:

Ende Juni bis Mitte Oktober.

 

Genehmigung:

Für Mehrtagestouren in der John Muir und in der Golden Trout Wilderness ist ein Wilderness Permit erforderlich. Die Genehmigung für den Sequoia Nationalpark ist darin enthalten. Da für die Trailheads nur eine begrenzte Anzahl von Permits vergeben werden, ist eine frühzeitige Online-Reservierung gegen eine Gebühr von 16 $ auf www.recreation.gov/ empfehlenswert. Das Permit muss vor der Tour im Eastern Sierra Visitor Center (s.o.) in Empfang genommen werden.

 

Schutz vor Bären:

Die Verwendung von bear canisters ist in der Ansel Adams Wilderness zwingend vorgeschrieben. Sie können im Eastern Sierra Visitor Center (s.o.) für eine Gebühr von 2,50 $ pro Tag ausgeliehen werden.

 

Karten:

Sequoia – Kings Canyon; Trails Illustrated Map 205; 1:80.000; National Geographic.

Tourenbeschreibung

1. Tag: Cottonwood Pass Trailhead – Chicken Spring Lake

12,2 km (7,6 mi), 3:30 Std., 410 m↑, 20 m↓

 

Es besteht die Möglichkeit, die ohnehin nicht besonders lange Startetappe abzukürzen und direkt zum Cottonwood Pass aufzusteigen. Beim Umweg über den Trail Pass verteilt man aber die Höhenmeter auf eine größere Strecke und hat außerdem noch schöne Ausblicke von den nur leicht ansteigenden Hangwegen.

Wir starten an den Hinweistafeln des Cottonwood Pass Trailhead (1), 3035 m, auf dem sandigen Weg in westlicher Richtung. Kurz darauf betreten wir die Golden Trout Wilderness. Nach etwa 500 m kommen wir zu einer Wegekreuzung (2), 3035 m, an der wir uns links in Richtung Trail Pass halten. Wir queren die weite Lichtung der Horseshoe Meadow, durch die ein kleiner Bach fließt. An ihrem Südrand tauchen wir in den Nadelwald ein und steigen stetig , das letzte Stück in flachen Serpentinen zum Trail Pass (3), 3200 m, hinauf. Hier treffen wir auf den Pacific Crest Trail, dem wir nach rechts in nördlicher Richtung folgen. In einer weiten Kehre gewinnt er an Höhe, verläuft dann aber nahezu eben am Nordhang des Trail Peak. Durch die Bäume haben wir gelegentlich Fernblicke zum Mount Langley. Wir kommen zu malerisch aufgestapelten Felsblöcken und wechseln über der Poison Meadow an einem namenlosen Pass auf die Südseite des Kamms. Nun eröffnen sich schöne Blicke über die sanften Höhenzüge der südlichen Sierra Nevada. Der sandige Trail verläuft nur sanft ansteigend durch den lichten Wald und schwenkt allmählich nach Norden. Die mächtigen rötlichen Stämme der Kiefern und die grünen Nadeln ergeben einen schönen Farbkontrast zum hellgrauen Gestein. Wir umrunden weiter die Höhe haltend die Wiese in einem Taleinschnitt an ihrem oberen Rand und erreichen nach drei Stunden Gehzeit die Wegekreuzung westlich unterhalb des Cottonwood Pass (4), 3390 m. Wenn wir die wenigen Höhenmeter zur Passhöhe hinaufsteigen, liegt uns die Ebene der Horseshoe Meadow zu Füßen, wo wir aufgebrochen sind. Weiter geht es auf dem PCT in Richtung Rock Creek. Nach einer knappen halben Stunde zweigt ein deutlicher Pfad nach recht zum etwas oberhalb gelegenen Chicken Spring Lake (5), 3425 m, ab. An seinem Ufer findet man zahlreiche Zeltmöglichkeiten unter teilweise abgestorbenen Kiefern, deren gewundene Äste malerisch in den Himmel ragen. 

  1. Cottonwood Pass Trailhead 3035 m - 0:00
  2. Wegekreuzung 3035 m - 0:10
  3. Trail Pass 3200 m – 1:00
  4. Wegekreuzung am Cottonwood Pass 3390 m – 3:00
  5. Chicken Spring Lake Lake 3425 m – 3:30

 

2. Tag: Chicken Spring Lake – Miter Basin

11,1 km (6,9 mi), 4:10 Std., 175 m↑, 240 m↓

 

Wir kehren zum Trail zurück und steigen nach Westen in einigen Serpentinen aus dem Kessel des Sees heraus. Von einer Kuppe haben wir erste Blicke auf die ausgedehnte Big Whitney Meadow unter uns und zur Kette der Great Western Divide am fernen Horizont. Anschließend folgt eine lange Querung des mit lichtem Kiefernwald bestandenen Hangs. Immer wieder bieten sich von Wind und Wetter gestaltete Baumskelette als Fotomotive an. Der Trail verläuft im Bogen durch einenTaleinschnitt und überschreitet kurz darauf die Grenze zum Sequoia Nationalpark. Es geht hinab zu einer Wegekreuzung mit dem Siberian Pass Trail (6), 3370 m, an der wir den PCT verlassen und nach rechts in Richtung Rock Creek Trail abzweigen. Es geht leicht abwärts und wir kommen zu einer Lichtung hinter der bereits die schroffe, bis zum Mount Whitney verlaufende Bergkette aufragt. Wir überqueren die Lichtung und einen Zufluss des Rock Creek, der vom Army Pass herabströmt. Am Waldrand stoßen wir auf den Army Pass Trail (7), 3335 m, und folgen ihm geradeaus weiter in Richtung der Beschilderung zum Rock Creek Trail. Nach einem Kilometer zweigt rechts ein ausgewiesener Pfad (8), 3305 m, zum Soldier Lake ab, den wir vorbei an einer großen Food Storage Box (Metallkiste zum Schutz des Proviants vor Bären) 10 Minuten später erreichen. Am Ufer des Sees (9), 3310 m, sollten wir eine Pause einlegen, bevor wir die angelegten Trails verlassen. Anschließend suchen wir uns auf Pfadspuren eine Route entlang des Ostufers, wobei wir feuchte Wiesen umgehen müssen. Wir überqueren den Zulauf und halten uns stets zwischen dem kleinen Bach zu unserer Rechten und der Felswand zu unserer Linken. So steigen wir steil in nördlicher Richtung in einen Einschnitt an, der an seinem oberen Ende zu einer Scharte führt. Hinter ihr liegt ein flacher See und es öffnet sich vor uns das weite Miter Basin mit seiner Kulisse aus kargen Gipfeln. Rechts über uns ragt der Major General auf, geradeaus blicken wir auf die beiden Höcker von The Miter und links davon brechen die Steilwände der Vorgipfel des Mount Pickering ins Tal ab. Auf der Suche nach einem schönen Zeltplatz empfiehlt es sich nun über die glatten Felsplatten ins Tal zum oberen Rand des Waldgürtels abzusteigen, wo nahe der Kaskaden des Rock Creek (10), 3360 m, kleine Sandflächen zwischen Felsen einen perfekten Zeltplatz abgeben. Weitere Lagerplätze lassen sich aber auch noch weiter oben im Tal, z.B. in der Baumgruppe unterhalb des Sky Blue Lake oder am Ufer des über der Baumgrenze gelegenen Sees selber finden (s. Ausflug).   

  1. Chicken Spring Lake 3425 m - 0:00
  2. Kreuzung mit dem Siberian Pass Trail 3370 m - 2:00
  3. Einmündung Siberian Pass Trail in Army Pass Trail 3335 m - 2:45
  1. Abzweig zum Soldier Lake 3305 m – 3:00
  2. Soldier Lake 3310 m – 3:10
  3. Zeltplatz an Kaskaden im Miter Basin 3360 m – 4:10

 

Ausflug zum Sky Blue Lake

ca. 5,0 km (3,1 mi) hin und zurück, 2:00 Stunden, 160 m↑, 160 m↓

 

Das Miter Basin ist ein wunderbarer Ort für kleine Entdeckungstouren in die Bilderbuchlandschaft der High Sierra. Das Tal ist relativ eben und überschaubar. Der Rock Creek wird aus dem Sky Blue Lake und dem Independence Lake gespeist und fließt mal als ruhiger Bachlauf, mal bildet er malerische Becken und gelegentlich stürzt er über Felsstufen. Für den Ausflug zum Sky Blue Lake suchen wir uns eine Route das Tal aufwärts, wobei uns streckenweise deutliche Trampelpfade hilfreich sind. Im Talschluss halten wir uns vor der letzten Baumgruppe links in den Einschnitt zwischen The Miter und Mount Pickering. Über eine Felsstufe fällt der Ausfluss des Sees herab und gibt uns die Richtung vor. Am leichtesten ist der Aufstieg links der Kaskaden, wo wir ein Felsband nutzen können, um an den Südzipfel des Sky Blue Lake (3520 m) zu gelangen. Etwas oberhalb des Sees findet man in der kargen Umgebung zahlreiche Gelegenheit ein Zelt aufzustellen, die bei windigen Verhältnissen allerdings wenig Schutz bieten. Für weitere Erkundungen kann man den See an seinem Nordufer passieren. Für den Rückweg lassen wir uns wieder von den Pfadspuren leiten.

 

3. Tag: Miter Basin – Army Pass Trail

5,6 km (3,5 mi), 2:10 Std., 230 m↑, 165 m↓

 

Diese erneut sehr kurze Etappe lässt viel Zeit für den beschriebenen Ausflug zum Sky Blue Lake oder auch einfach für ein wenig Erholung, um sich auf die anstehende Gipfelbesteigung vorzubereiten.

Am oberen Rand des Waldes steigen wir über Felsblöcke auf die in Fließrichtung rechte (westliche) Seite des Rock Creek. Kleine Steinmänner leiten uns über die Felsstufe, die der Bach neben uns in Kaskaden überwindet, sicher hinab in das sich verengende Tal. Der nun im Wald verlaufende Pfad wird deutlicher und kommt zu einer großen Wiesenlichtung, wo wir auf die linke Seite des Baches wechseln. Ein kurzes Stück im Wald, dann am Rand der Lichtung, die im Westen von einer imposanten Felswand überragt wird, wandern wir angenehm weiter in südlicher Richtung. Vom Ende der Lichtung geht es im Wald deutlich abwärts zum Einmündung des Pfades in den Army Pass Trail (11), 3195 m, am Rand einer großen Wiese. Hier haben wir den tiefsten Punkt des Tages erreicht. Wir gehen nun nach links kräftig ansteigend, entlang des Auslaufs aus dem Soldier Lake. Nach knapp 20 Minuten zweigt links ein erster Pfad zum See ab. Die offizielle Zuwegung (8) folgt aber erst wenige Minuten später. Wir gehen geradeaus und gelangen eine Viertelstunde darauf zur Einmündung des Siberian Pass Trails (7), auf dem wir am Vortag gekommen sind. Wir halten uns nun links leicht ansteigend am Waldrand und folgen den Tal in Richtung New Army Pass aufwärts. Nach etwa einer halben Stunde haben wir die Baumgrenze erreicht. Hier findet man auf der Anhöhe rechts des Weges im Schutz der letzten mächtigen Kiefern schöne Zeltplätze (12), 3425 m. Wasser gibt es aus dem Bach am Weg oder aus einem Wasserlauf, der aus einem kleinen See noch etwas oberhalb der Zeltplätze herabfließt.

  1. Zeltplatz an Kaskaden im Miter Basin 3360 m – 0:00
  2. Einmündung in Army Pass Trail 3195 m - 1:00
  1. Abzweig zum Soldier Lake 3305 m - 1:25
  1. Einmündung Siberian Pass Trail in Army Pass Trail 3335 m - 1:40
  1. Zeltplatz Army Pass Trail 3425 m - 2:10

  

4. Tag: Army Pass Trail – Cottonwood Lake #2

6,7 km (12,1 mi), 2:15 Std., 315 m↑, 365 m↓ 

 

Das Tal wird deutlich karger, wenn wir die letzten Bäume hinter uns lassen und zuerst sanft in direkter Linie in den Talschluss vordringen. Doch bald wird es deutlich steiler, denn der Trail beginnt in Kehren den Talgrund zu verlassen und deutlich an Höhe zu gewinnen. Kurz bevor die Serpentinen im Anstieg zum New Army Pass beginnen, zweigt links ein deutlicher Pfad ab, der auf den tiefsten Punkt der Kammlinie zuhält. Diese ist der Beginn des unbedingt empfehlenswerten Abstechers zum Gipfel des Mount Langley (s. Ausflug). Zum New Army Pass gelangen wir auf dem Hauptweg bleibend, indem wir in mehreren Kehren im nicht besonders steilen Hang nach Süden ansteigen. Am New Army Pass (13), 3750 m, steht ein kleines Schild des Sequoia Nationalparks und es lohnt sich mit der Aussicht auf die Seen tief unter uns und auf die Berge ringsum eine Pause einzuplanen. Der Abstieg beginnt zwischen großen Felsen auf einem hervorragend ausgebauten Trail im steilen Südhang, der trotz der Höhe relativ früh im Jahr schneefrei sein sollte. In einigen langen Kehren wandern wir zum High Lake hinab. Er liegt noch oberhalb der Baumgrenze und seine steinigen Ufer laden nicht sonderlich zum Zelten ein. Am Long Lake und am Cottonwood Lake #2 (14), 3375 m, die wir nun jeweils im Abstand von einer guten Viertelstunde erreichen, bieten sich jedoch jeweils in den Baumgruppen am Westende schöne geschützte Lagerplätze an.

  1. Zeltplatz Army Pass Trail 3425 m - 0:00
  2. New Army Pass 3750 m - 1:00
  1. Cottonwood Lake #2 3375 m - 2:15

 

Ausflug Mount Langley

7,3 km (4,5 mi) hin und zurück, 3:00 Std., 575 m↑, 575 m↓

 

Vom Abzweig im Aufstieg zum New Army Pass geht es leicht ansteigend in nordöstlicher Richtung in etwa 10 min zum (Old) Army Pass (3655 m), den ein Schild des Sequoia Nationalparks markiert. Hier beginnt rechts ein nicht unterhaltener Weg zum Cottonwood Lake #4. Er führt durch eine steile Nordwand über grobe Blockfelder und weist bis lange in den Sommer steile Schneefelder auf. Er ist daher nur erfahrenen und entsprechend ausgerüsteten Backpackern für den späteren Abstieg zu den Cottonwood Lakes zu empfehlen. Wir halten uns aber links und wandern auf dem deutlichen Pfad leicht ansteigend nach Norden auf den mächtigen Buckel des Mount Langley zu, wobei wir stets deutlich unter der Kammlinie bleiben. Nach 40 min relativ gemächlichen Anstiegs weist uns ein Hinweisschild, auf die Markierungspunkte der mannshohen Steinhaufen hin, die uns in der Folge die Route zum Gipfel vorgeben. Zwanzig Minuten später kommen wir zur einzigen Stelle, an der wir bei der Überwindung einer wenige Meter hohen Felsstufe die Hände zur Hilfe nehmen müssen. Nachdem die leichte Kraxelei überwunden ist, geht es im sandigen Hang deutlich steiler, aber abgesehen von der Höhe ohne nennenswerte Schwierigkeiten noch einmal 45 min bergan. Dann erreichen wir den felsigen Gipfel des Mount Langley (4275 m), wo die Nordwand schwindelerregend abbricht. Die Ausblicke in alle Richtungen sind überwältigend. Im Nordwesten ist deutlich der Mount Whitney auszumachen, im Westen erstreckt sich die Kette der Great Western Divide, im Osten liegt uns das Owens Valley zu Füßen und nach Süden fällt die Sierra Nevada in sanftere Höhenzüge ab. Wir steigen auf demselben Weg wieder zum Abzweig vom New Army Pass Trail ab.    

 

5. Tag: Cottonwood Lake – Cottonwood Pass Trailhead

11,8 km (7,3 mi), 3:30 Std., 30 m↑, 370 m↓

 

Wer es eilig hat kann direkt auf dem New Army Pass Trail zum Trailhead absteigen, es empfiehlt sich aber noch einen kleinen Schlenker zu den oberen Cottonwood Lakes einzuplanen. Dazu verlassen wir den Haupttrail auf dem offensichtlichen Pfad zwischen Cottonwood Lake #2 und #1 und gehen in nördlicher Richtung zwischen den Seen auf den Waldrand zu. Kurz darauf erreichen wir den Südrand des langgestreckten Cottonwood Lake #3. Wir folgen dem Weg an seinem Ufer zum Wegedreieck am Nordende des Cottonwood Lake #3 (15), 3375 m. Nun bietet sich dem Weg geradeaus folgend noch ein kurzer Abstecher zu den auf einer kleinen Geländestufen gelegenen Seen #4 und #5 an. Über letzterem erheben sich die schroffen Felsabbrüche des Mount Langley während über dem Talschluss im Westen der (Old) Army Pass auszumachen ist. Zurück am Wegedreieck folgen wir nun dem linken Weg zu einem großen flachen See ohne Namen. Wir passieren eine eher unansehnliche Wellblechhütte am Waldrand rechts des Weges sowie einen kleinen See zu unserer Linken. Der Trail beginnt sanft bergab zu führen und wenig später zweigen zunächst rechts ein Verbindungsweg und links ein Zugang zum Muir Lake ab. Wir bleiben auf dem Hauptweg und erreichen im bewaldeten Tal des Cottonwood Creek die Einmündung in den New Army Pass Trail (16), 3195 m. Gut 10 min später überqueren wir den Bach auf einem Baumstammsteg und verlassen kurz darauf die John Muir Wilderness. Kurz nachdem der Trail den Hauptarm des Cottonwood Creek verlassen hat, geht es erneut auf einem bearbeiteten Baumstamm über dessen Südarm (South Fork). Nun steigt der Weg noch einmal kurz an, um auf das Plateau der Horseshoe Meadow zu gelangen. Eine halbe Stunde nach der letzten Bachquerung halten wir uns an der Ausschilderung zum Equestrian Parking rechts und verlassen den Hauptweg. Kurz darauf gehen wir an einer undeutlichen Gabelung erneut rechts und an den Pferdekoppeln zu unserer Linken vorbei. Der steinige Weg dreht nun noch einmal kurz nach Westen und führt hinab zur Kreuzung (2), 3035 m, wo wir nach links in wenigen Minuten zum Ziel der Tour am großen Parkplatz des Cottonwood Pass Trailhead (1) kommen.

  1. Cottonwood Lake #2 3375 m - 0:00
  2. Wegedreieck am Cottonwood Lake #3 3375 m – 0:30
  3. Einmündung in New Army Pass Trail 3195 m – 1:20
  4. Abzweig Equestrian Parking 3075 m – 3:00
  1. Wegekreuzung 3035 m - 3:20
  1. Cottonwood Pass Trailhead 3035 m – 3:30